- Zum Gedenken -

 

Fritz-Wunderlich-Büste

 

Im Stadtpark (Benzinopark Trierer Straße) in Kusel findet man eine Bronzebüste von Kammersänger Fritz Wunderlich. Das Kunstwerk wurde von Professor Erich Koch geschaffen

     

Zur Person Erich Koch


Erich Koch wurde am 24. März 1924 in Roßbach bei Wolfstein (Kreis Kusel) geboren. Er ist eine der einflußreichsten Persönlichkeiten der Münchner Kunstszene. Nachdem er seit 1958 die Leitung der Werkstätte für Metallbearbeitung in der Bronzegießerei der Bayerischen Akademie übernommen hatte, wurde er 1975 zum ordentlichen Professor ernannt.

Er ist unter anderem Pfalzpreisträger. 1989 war in der Volksbank Kaiserslautern, aus Anlaß seines 65. Geburtstages, eine umfangreiche Ausstellung zu seinem Schaffen zu sehen.

     

Entstehungsgeschichte - Vorstellung



Der Künstler Erich Koch arbeitete von Oktober 1972 bis Februar 1973 mit Unterbrechung an der Büste Fritz Wunderlichs. Er hat sie selbst aus Bronze gegossen und im Wachsausschmelzverfahren hergestellt. Schwierigkeiten bei der Ausführung, so sagte er, habe ihm die Tatsache bereitet, daß ihm als Modell für die Büste nur Photos zur Verfügung standen. Er hat versucht, Fritz Wunderlich glaubhaft als Bühnendarsteller zu verewigen.

   
 

Am 8. Februar 1973 stellte Erich Koch die Büste in München, im Beisein von Eva Wunderlich, der Öffentlichkeit vor.

     

Standort Kreissparkasse (Kusel)


Am Samstagmorgen, dem 9. März 1973, wurde im Landratsamt die Fritz-Wunderlich-Büste übergeben.

Landrat Gustav Adolf Held begrüßte zu dieser Übergabe neben den Vertretern des Verwaltungsrates der Kreissparkasse, die die Büste gestiftet hat, die Vertreter der Verwaltung und Schulen von Kusel und vor allem Frau Decker, der Schwester von Fritz Wunderlich, mit ihrem Mann. Besondere Erwähnung galt verständlicherweise Erich Koch, der die Büste geschaffen hat.

Grüße von Eva Wunderlich und ihr Bedauern, bei dieser Übergabe nicht dabeisein zu können, richtete Landrat Held der kleinen Festversammlung aus.

Die Büste wurde im Schalterraum der Stadtsparkasse aufgestellt.

     

Standort Stadt- und Heimatmuseum (Kusel)


Photo

Am Freitagtnachmittag, dem 17. September 1976, übergab der Direktor der Kreissparkasse Kusel, Siegfried Klaaßen, bei der offiziellen Eröffnung des Gedenkzimmers im Stadt- und Heimatmuseum die Büste an die Stadt Kusel.
Die Bronzeplastik wurde hier, im Fritz-Wunderlich-Gedenkzimmer, im Beisein von Eva Wunderlich und Tochter Constanze aufgestellt.

     

Endgültiger Standort Stadtpark (Kusel)



Am Mittwoch, 17. September 1986, fand im Stadtpark Kusel ("Benzinoscher Garten") um 19.30 Uhr eine feierliche Gedenkveranstaltung zum 20. Todestag von Fritz Wunderlichs statt. Trotz des regnerischen Wetters hatten sich zahlreiche Menschen im Park versammelt.

   
 

In seiner Eröffnungsansprache brachte Stadtbürgermeister Jochen Hartloff zum Ausdruck: "Die Stadt Kusel wird das Erbe Fritz Wunderlichs hochhalten und danach trachten, dem hohen Anspruch, den er gestellt hat, auch gerecht zu werden". Der Todestag sei in erster Linie sicherlich ein Tag der Trauer, aber auch eine "Fortentwicklung des Andenkens an den Künstler".
Den Standort, für die von Professor Erich Koch aus München geschaffene Büste, bezeichnete er als Ehrenplatz.

     
  Profesor Emmerich Smola versetzte sich in seinen Worten der Erinnerung in die Person von Fritz Wunderlich und blendete in seinem Gedenken u.a. zurück in die Nacht, als ihn Erika Köth vom Tode Wunderlichs unterrichtete. Auch die Zusammenarbeit mit ihm sei immer ein außergewöhnliches Erlebnis gewesen. Der Professor erinnerte sich an die letzten Aufnahmen im Studio mit ihm, bei denen er an zwei Tagen verschiedene Lieder gesungen habe.
   
  Die Feier, die musikalisch vom Praetorius-Blechbläserquintett umrahmt wurde, ging mit der von Fritz Wunderlich gesungene Tosca-Arie "Ich hab' noch nie geliebt so das Leben" zu Ende. 

 

 


Repliken


Siehe Photos unten

Replika Standort VdK-Erholungsheim Kusel
Eine Replika der Büste steht im ersten Stock der VdK-Erholungsheim in Kusel.

     
Photo Replika
Pfalztheater

 

Replika Standort Pfalztheater Kaiserlautern
Ende der achtziger Jahre wurde die Replika von einem Kaiserslauterer Ingenieur übergeben an das Kulturdezernat der Stadt Kaiserslautern, das sie seinerseits an das Pfalztheater und Bezirksverband weiterreichte.

Offiziell wurde die Bronzebüste, die schon geraumer Zeit vor der Enthüllung auf ihrem Postament stand, am Samstag-Abend, dem 14. Oktober 1995, vor der "Tannhäuser"-Premiere im neuen Pfalztheater enthüllt.

 

         

 

Photo links:
Büste VdK-Erholungsheim
Kusel
Photo rechts:
Büste VdK-Erholungsheim
Kusel